Elena Deppe lachend

Löffelliste: Meine Wunschliste, bevor ich den Löffel abgebe.

Hast Du Deine Löffelliste schon geschrieben? Den Löffel abgeben, das habe ich zwar noch nicht vor, aber ich sammle jetzt ‚mal kleine und größere Lebenswünsche in einer bunten Liste. Was bringt so eine persönliche Wunschliste (auch „bucket list“ genannt) eigentlich?

Durch das Aufschreiben komme ich ins Nachdenken. Was will ich in den nächsten Jahren noch tun und erleben? Aufschieben fällt mir leicht, wirklich Tun macht mich glücklich. Ab und zu schaue ich wieder auf die Löffelliste, um mich zu erinnern. Das unterstützt mich dabei, all die schönen Wünsche und Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Natürlich verändern sich meine Wünsche zusammen mit mir. Einige Punkte werden „abgehakt“, andere Wunschideen werden neu dazu kommen. Größere Ziele und noch mehr besondere Erlebnisse mit „Kick“ machen mein persönliches Glück nicht aus. Ich bin schon jetzt immer öfter einfach glücklich und zufrieden mit dem, wie es gerade ist. Auf jeden Fall steigt beim Schreiben meiner Löffelliste die Vorfreude auf den Rest des Lebens!

Vorläufige bunte Löffelliste

  1. In einem Tiny House am See leben für mindestens ein halbes Jahr. (Wenn mein Mann mitkommt, dann lieber in der Maxi-Ausführung des Mini-Hauses.)
  2. Meine Habseligkeiten vorher möglichst so zu reduzieren, dass auch alles in ein Tiny House passt.
  3. Den portugiesischen Jakobsweg von Porto bis San Compostela in 2022 in 14 Tagen alleine gehen.
  4. Dann den längeren, schwierigeren Camino del Norte durch Spanien gehen.
  5. In den heißen Quellen Islands baden mit Bergpanorama.
  6. Ein Mal im Leben nach Peru. Das Hochland, den Inka-Trail, ins Heilige Tal, die Farben, die Menschen dort…
  7. Auf einer Kakao-Plantage (Kooperative) in Peru oder Guatemala mehr über Kakao und seine Verarbeitung lernen.
  8. Mit Roller Blades mindestens 15 km durch Felder, Wiesen und Wälder fahren. Zum Beispiel eine Rund-Tour auf dem Fläming Skate in Brandenburg.
  9. Eine Süd-Asien Reise machen in die Himalaya-Länder Bhutan, Nepal und Tibet.
  10. Möglichst umweltschonend reisen. Wenn irgendwie möglich Flüge vermeiden und Schienen nutzen. Seltener verreisten, dafür länger wegbleiben.
  11. In einem Rutsch Dresden, Leipzig, Jena und Erfurt besuchen. Alles Städte, die ich kaum kenne, nicht weit weg von Zuhause.
  12. Eine*n englisch- oder spanischsprachige Austausch-Studentin für ein Jahr in unsere Familie aufnehmen.
  13. Einen längeren Ausritt bei uns im Naturschutzgebiet wagen auf dem Rücken eines gutmütigen, entspannten Pferdes.
  14. 24-Stunden lang Mantras Singen in einem Singkreis. Es gibt keine Singpause, jeder schläft bei Bedarf ein und singt dann weiter.
  15. Eine Personal-Trainerin engagieren für einen Monat, die mich voll motiviert, endlich ein gescheites Bauchmuskel-Programm durchzuziehen.
  16. Mit einer professionellen Jazz-Band alte Swing-Hits von Ella Fitzgerald singen. Ohne Publikum. Nur, weil es Spaß macht.
  17. Ein leichtes und trotzdem geländetaugliches Trecking-Fahrrad mit einem unknackbaren Schloss kaufen.
  18. Zwei richtig gute Online-Kurse zum Thema Atmen und Heilsames Singen erstellen, die ich jahrelang erweitern und ergänzen kann.
  19. Mich trauen, noch eine CD mit eigenen Songs zum Mitsingen aufzunehmen.
  20. Einen eigenen Youtube-Kanal starten, um wirksame Übungen und Lieder zu teilen
  21. Mit einer Töpferscheibe selbst eine riesige Teetasse töpfern (450 ml), brennen und bemalen (gerne unter Anleitung).
  22. Mehrere traditionelle Malas mit 108 Perlen aus Holz- und Edelsteinperlen selbst auffädeln. Mit einem Knoten nach jeder Perle. Wunderschöne Perlen dafür habe ich schon gekauft.
  23. Ein einwöchiges Reatreat im Centro Ompio in Norditalien anbieten. Mit Pranayama, Mantra-Chanting und Tiefenentspannung am See.
  24. An einem 4-tägiges Schweige-Retreat in Vipassana-Tradition teilnehmen.
  25. Den Rest des Jahres 2021 jeden Abend vor dem Einschlafen an drei Dinge oder Erlebnisse des Tages denken, für die ich dankbar bin.
  26. Zwei Wochen komplett ohne Handy und Internet leben (oh mein Gott) – noch in diesem Jahr.
  27. Einen Monat lang komplett plastikfrei leben. Danach mit den neuen Erkenntnissen plastikärmer weiter machen.
  28. Eigene Schokolade herstellen, mit Chili und tollen Gewürzmischungen (aus fair gehandelten Kakao) und zu Weihnachten verschenken.
  29. Mit einer Freundin gemeinsam sämtlichen Trödel von Zuhause und alle alten Kinderklamotten unserer Töchter auf einem Flohmarkt verkaufen.
  30. Alles, was nicht verkauft oder verschenkt werden kann, direkt nach dem Flohmarkt ins Recycling geben.
  31. Die alte kleine Bibel meiner Eltern aufschlagen und Teile der Evangelien lesen (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes). Das habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr getan.
  32. Briefe schreiben an die drei alten Freunde, bei denen ich mich seit Jahren nicht gemeldet habe, obwohl ich es wollte.
  33. Ein persönliches Koch-Coaching von einem Profi bekommen mit vielen nützlichen Tipps für eine schnelle vegetarisch-vegane Familien-Küche.
  34. Endlich mehr über Wildkräuter lernen, damit ich unseren wilden Garten sinnvoll abernten kann. Aus den frischen Kräutern dann Salate und Smoothies machen.
  35. Eine Blocksauna oder ein Saunafass in unserem Garten aufbauen inklusive Regenwasser-Dusche.
  36. Eine Terrassenüberdachung aus Glas bauen (lassen), damit wir auch bei nassem Wetter draußen essen können.
  37. In Paris in einer guten Fromagerie wie die Göttin in Frankreich eine Käseplatte genießen, mit Feigen-Senf, Baguette und einer Flasche Rosé.
  38. Eine längere Ayurveda-Kur machen, mit jeder Menge Sesamöl-Massagen, entspannenden Shirodhara Stirn-Güssen (und sicherlich auch fiesen Einläufen…).
  39. Eine vierhändige hawaianische Lomi-Lomi-Nui-Massage genießen.
  40. Kunst mieten für zu Hause und regelmäßig austauschen, sodass ich immer neue schöne Bilder und Skulpturen um mich habe.
  41. Mit jeder Tochter einzeln endlich wieder einen entspannten Mutter-Tochter-Tag verbringen, ohne auf die Uhr zu schauen.
  42. Jeweils einen ganzen Tag in den vier großen Museen der Berliner Museums-Insel verbringen: Altes Museum, Bode-Museum, Alte Nationalgalerie und Pergamonmuseum.
  43. Ein Dîner en blanc organisieren, ein feines Picknick ganz in Weiß, in Berlin an einem besonderen Ort.
  44. Einen Spanisch-Intensivkurs machen.
  45. Meine Selbstständigkeit so ausbauen, dass ich langfristig eine virtuelle Assistentin beschäftigen kann.
  46. Ein paar dicke bunte Winter-Wollsocken selbst stricken.
  47. Orientalische Rahmentrommel spielen lernen und dazu singen.
  48. Mit meiner Familie auf einem großen Floß oder Hausboot ein paar Tage durch die Seen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern schippern.
  49. Couch-Surfing mitmachen und unsere Couch für nette Gastschläfer in aller Welt anbieten.
  50. Einen Haka-Workshop machen, um diesem besonderen Ritualtanz der neuseeländischen Maori selbst zu erfahren. Das ist Power pur!
  51. Face-Yoga konsequent über zwei Monate täglich ausprobieren, um zu sehen, was Gesichtsmuskel-Training bringt.
  52. Eine Einführung in die Kunst der japanischen Kalligrafie (Shodo) bekommen und den ersten Pinselstrich zelebrieren.
  53. Einen Bumerang so werfen, dass er wirklich genau den Weg zurück zu mir findet.
  54. Ein Sommerfest auf unserer Straße organisieren, damit alle Nachbarn sich besser kennenlernen. Zum Glück wohnen wir in einer sehr kurzen Sackgasse …
  55. Ein großes, besonderes Mitsing-Event veranstalten, das mindestens 50.000 Euro einbringt. Den Erlös an Terre des Femmes spenden.
  56. An Weihnachten alleinstehende Menschen aus der weiteren Nachbarschaft zu uns zum Festessen einladen.
  57. Im Hospiz an der Bettkante singen – für Menschen am Ende ihres Lebens.
  58. Bilder und Skulpturen von unbekannten Künstlern kaufen.
  59. Eine eigene kleine Galerie betreiben.
  60. Einen schönen großen preiswerten Seminar-Raum für Sing- und Atem-Workshops in Berlin finden.
  61. Immer weniger Wünsche haben, je älter ich werde …

Das ist meine vorläufige Löffelliste. Wenn Du noch keine hast, leg doch einfach los. Ich wünsche Dir viel Spaß dabei! Vor allem bremse Dich nicht, auch wenn Deine Wünsche Dir zum Teil zu groß, zu klein oder sogar lächerlich erscheinen sollten. 

Elena Deppe

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