Entspannter Weg aus dem Stress: 6 Basics für innere Ruhe und Lebensfreude

Den Weg aus dem Stress zur inneren Ruhe zu finden ist eher Marathon als Sprint. Tolle Ratgeber, Kurse oder Meditation-Retreats haben oft nur einen kurzfristigen Effekt. Vor allem, weil es meist schwerfällt, die Entspannungs- und Yoga-Einheiten auch wirklich regelmäßig in den Alltag einzubauen. Schnell sind wir wieder drin in unserem Alltagsstress, der andauernden inneren Anspannung.

Hier sind meine wichtigsten 6 Entspannungs-Basics, die auch Grundlage für meine Workshops und Coachings sind. Damit Du den Weg aus dem Stress mit mehr innerer Ruhe findest.

#1 Sei freundlich mit Dir selbst

Kannst Du Dich erinnern, wie gut es getan hat, als Kind umarmt und getröstet zu werden, wenn etwas schiefgelaufen ist? Oft wurde eher geschimpft und gemeckert. Dabei hast Du Dich doch selbst schon genug geärgert, wenn Dir der Lolli heruntergefallen ist oder die neue Hose ein Loch im Knie bekommen hat.

Eine Mutter umarmt ein traurig wirkendes Kind
Trost zum Auftanken statt Kritik

Wenn Du jetzt an Dir selbst herumkritisierst und Dich vielleicht als „nicht gut genug“ abstempelst, kommst Du schnell in eine ängstliche Negativspirale. Da verzieht sich die Lebensfreude gleich wieder.

Für Deinen Weg aus dem Stress behandle Dich selbst, wie Du als Kind gern behandelt worden wärst: mit Güte und Freundlichkeit.

  • Verzeih Dir, wenn Dir etwas nicht gelingt.
  • Motiviere Dich selbst immer wieder, nicht aufzugeben.
  • Klopf Dir öfter mal selbst auf die Schulter und lobe Dich für Kleinigkeiten.
  • Vermeide, Dich selbst abzustempeln à la „Ich bin ja so ungeschickt“, „Ich Trottel, habe das schon wieder vergessen“oder „Dafür bin ich einfach zu blöd“.

Durch den liebevollen Umgang mit Dir selbst kannst Du andere motivieren, sich ebenfalls besser zu behandeln. Gemeinsam lassen wir so ein bisschen mehr Sonne in unseren Alltag.

#2 Beobachte ohne zu bewerten

Achtsamkeit ist ein echtes Modewort geworden. Eine bewusste Aufmerksamkeit ist eben der Schlüssel für mehr innere Ruhe und Lebensfreude. Halte ab und zu am Tag mal inne und stelle einfach fest, wie es Dir geht. Genau jetzt in diesem Moment.

Die 3 Schritte für Deine Selbstbeobachtung

  1. Stopp. Eine Mini-Pause einlegen bei dem, was Du gerade tust.
  2. Wahrnehmen, was Du gerade fühlst, ohne etwas verändern zu wollen.
    Aha. So ist das. Mein Nacken ist verspannt, meine Hände sind kalt.“ oder „Ich bin müde und fühle mich innerlich unruhig.
  3. Nimm einen tiefen Atemzug und entscheide, wie Du weitermachst.

Wenn Du das Ganze in eine kleine Anti-Stress-Meditation verlängern möchtest, bleibe nach diesen 3 Schritten noch einige Minuten ruhig sitzen. Sage Dir dabei innerlich „Es ist o.k“, oder „Alles ist gut“ und entspanne noch mehr.

Das bedeutet nicht, dass Du grundsätzlich nichts mehr verändern möchtest. Für den Augenblick aber lässt Du damit alle Erwartungen los, dass es anders sein sollte. So machst Du Dich unabhängig von äußeren Umständen und kommst weg von dem Stress durch das Auf und Ab Deiner Gefühle.

#3 Nimm den Druck raus

Setze doch die ganze Selbstoptimierung mal auf Pause. Sich zu vergleichen ist meist Gift fürs Glück. Sage Dir stattdessen öfter mal:

  • Ich bin grundsätzlich ganz in Ordnung, so wie ich bin.
  • Perfektion ist eine Illusion. Die Welt ist rund und bunt.
  • Wozu der Stress?
  • Ist das wirklich gut für mich?

Blockierst Du Dich auch selbst, wenn Du Dich unter Druck gesetzt fühlst? Oft sind es ja gar nicht die anderen, die so viel von uns erwarten. Es ist der Druck, den wir uns selbst machen, die alten inneren Antreiber, die wieder Vollgas geben (Antreiber-Test hier). Wir haben früh gelernt, dass wir nur liebenswert sind, wenn wir uns ganz doll anstrengen, perfekt, stark, schnell oder allzeit nett zu sein.

Statt immer Dein Bestes zu geben, mach‘ es Dir öfter mal so einfach wie möglich. Sich immer zu Mühe zu geben, um es ja richtigzumachen, kann zur echten Lebensfreude-Bremse werden.

Um den Druck rauszunehmen, singen wir in meinen Singkreisen nur einfache Mantras und Lieder ohne Noten. Wiederholung ist Trumpf, weil dann der Leistungsdruck wegfällt und Du den Kopf endlich einmal „ausschalten“ kannst.

Weg aus dem Stress durch ruhiges Mantra Singen
Entspanntes Mantra Singen am See bei einem Singwochenende

#4 Bedanke Dich täglich

Bedanke Dich möglichst regelmäßig. Für all die kleinen und großen Dinge und für die Menschen in Deinem Leben. Dafür, dass Du atmen und lachen kannst, dass Du lebendig bist. Dankbarkeit öffnet den Blick für das Wesentliche und macht einfach glücklich.

Damit Du das mit der Dankbarkeit nicht sofort wieder vergisst😉, besorge Dir doch ein kleines 5-Minuten-Journal, ein Dankbarkeitstagebuch oder nimm einfach ein leeres Blatt Papier.

Dankbarkeits-Ritual

Schreibe jeden Morgen 3 Dinge auf, für die Du jetzt gerade dankbar bist.

Schreibe abends vor dem Schlafen 3 Dinge auf, die Dir Deinen Tag versüßt haben.

Suche nicht nach außergewöhnlichen Ereignissen. Auch ganz kleine Dinge sind gut genug für Dankbarkeit.

Beispiel: „Ich bin dankbar für die Nacht in meinem bequemen Bett. Für den Blick auf die alte Eiche vor meinem Fenster, für den Milchschaum auf meinem Kaffee.“

#5 Genieße mit allen Sinnen

Genuss ist der sinnliche Weg aus dem Stress. Mit allen Sinnen zu genießen, bringt Dich raus aus dem Gedankenkarussell und kurbelt die Lebensfreude an.

Weg aus dem Stress: Grüne Wiese mit Gänseblümchen, barfuss, entspannt ,eine weisser Kaffeebecher steht auf dem Gras.
Sich mal in der Natur entspannen

#6 Lächle Dich glücklich

Der Weg aus dem Stress führt oft über ein Lächeln. Liebevoll über sich selbst zu schmunzeln entspannt. Gerade wenn es nicht ganz rund läuft. Humor ist auf jeden Fall eine wichtige Zutat für Deinen Anti-Stress Glückscocktail.

  • Lache mal wieder gemeinsam mit anderen.
    Erinnere Dich, wie oft Du als Kind gelacht hast oder wie viele „Lach-Flashs“ Du als Teenager hattest.
  • Schaue Dir witzige Filme oder Comedy-Sendungen an. Versuche es mit Lachen ohne Grund (Lachyoga: Ho Ho Hahaha).
  • Praktiziere die Kunst des inneren Lächelns. Für einen ersten Lächel-Versuch, hebe Deine Mundwinkel beidseits um wenige Millimeter an. Entspanne gleichzeitig die Sorgenfalten auf Deiner Stirn. Halte dieses Mini-Lächeln mindestens 1 Minute lang durch. Das kann sich wie eine Ewigkeit anfühlen. Du wirst dafür aber reichlich belohnt mit der Ausschüttung von wunderbaren, entspannenden Glücks-Botenstoffen.
Lachendes rosa Glücksschwein aus Ton geformt
Alles ist irgendwie gut.

Mit welchen dieser 6 Basics hast Du gute Erfahrungen gemacht bei Deinem Weg aus dem Stress? Hast Du weitere Lebensfreude-Tipps auf Lager, die Du gerne teilen möchtest? Ich freue mich, wenn Du mir hier einen Kommentar hinterlässt!

Elena Deppe

2 Kommentare zu „Entspannter Weg aus dem Stress: 6 Basics für innere Ruhe und Lebensfreude“

  1. Liebe Elena, obwohl der Antreibertest gleich zwei innere Antreiberinnen entlarvt hat: Vieles von dem, was Du beschreibst, mache ich bereits.

    Bei #5 bin ich ein bisschen sehnsüchtig geworden. Das gönne ich mir viel zu selten. Als Multitaskerin versuche ich seh oft, Dinge gleichzeitig zu machen.
    So musste gerade der Genuss meines Porridge die Aufmerksamkeit mit dem Lesen Deines Artikels teilen. 😉
    Aber es hat sich absolut gelohnt, vielen Dank für die Erinnerung!

    Sabine

    1. Danke Dir, liebe Sabine! Ja, Multitasking ist auch mein Hobby. Es wird aber immer unergiebiger, je älter ich werde. Ich bekomme es langsam zu spüren, dass das Gehirn seriell tickt und nicht simultan… Bei einem leckeren Porridge Blogartikel zu lesen ist aber echt ‚was Nettes. Da mache ich gern mit und werfe schon mal den Topf mit der Hafergrütze, um mich dann eine Runde in Deine tollen, witzigen Blogartikel zu vertiefen. Herzliche Grüße, Elena

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