Meine Happy Sounds: Geräusche, die mich glücklich machen

Manchmal ist mir alles zu viel: Straßenverkehr, Termine, Handy – Lärm überall. Ich sehne mich nach Ruhe, nach Rückzug in die komplette Stille. Meine Ohren fangen dann aus verzweifelter Überforderung an, selbst Geräusche zu machen und fiepen leise vor sich hin. Stille, wo finde ich dich?

Ich wohne am Stadtrand im Grünen, da könnte man denken, es wäre eher ruhig. Wenn ich jetzt innehalte und lausche, kann ich keine Stille entdecken. Das Konzert des Lebens spielt pausenlos weiter. Gerade höre ich neben dem Klappern der Tastatur, Kühlschrankgeräuschen und Wasserspülung der Tochter im Bad, draußen die Müllabfuhr, Kirchenglocken und Rasenmäher aus der Ferne, Fetzen von Kinderstimmen aus der Kita nebenan. Wenn ich meine inneren Ohren spitze, kommt noch mein Herzschlag und der leise Luftzug meines Atems dazu.

Vollständige Stille ist nirgends; nicht einmal in einem schallgedämpften Raum. Bei uns im Brandenburger Tor in Berlin gibt es den Raum der Stille in Berlin. Mehr als 70.000 Besucher im Jahr besuchen ihn, obwohl er nichts weiter bietet außer der Abwesenheit von Lärm. Offene Kirchen in trubeligen Großstädten sind auch ein wunderbares Refugium. Ein paar Minuten einfach ruhig sitzen, vielleicht die Augen schließen, und auf die Stille zwischen zwei Gedanken zu achten. Ist das nicht schon Meditation?

Bewusstes Lauschen

Wenn ich reine Stille nicht bekomme, könnte ich versuchen, zwischendurch zumindest möglichst viel von meiner Umwelt auszublenden. Alle Geräte ausschalten, Ohrstöpsel rein oder spezielle Lärmschutz-Kopfhörer rauf. Ein anderer, vielleicht auch angenehmerer Weg zu mehr Stille ist das bewusste Lauschen. Ich nehme die Einladung an, dem Konzert des Lebens in mir und um mich herum zu lauschen. So bekommt der Rasenmäher des Nachbarn und auch die Sirene des Krankenwagens einen Platz in der großen Sinfonie, die dieses spezielle Orchester des Lebens für mich aufführt. Je weniger inneren Widerstand ich durch meine negative Beurteilung eines Geräusches aufbaue, desto besser für mein Nervenkostüm.

Geräusche, die mich glücklich machen

Es gibt auch Geräusche, die mich einfach so glücklich machen. Hier ist eine kleine Liste meiner Happy Sounds. Ich bin gespannt, ob du ein paar davon auch magst:

Kuhglocken
Kuhglockenkonzerte sind Balsam für meine Ohren

Kuhglockengeläute (beim Grasen auf der Alm)
alle Kaffeemaschinen-Geräusche
entferntes Hummel-Gebrummel bei Sonnenschein
Blättergeraschel an den Füßen im Herbst
Möwengeschrei überm Wasser
Walnüsse, die geknackt werden
Abbeiß-Geräusch von frischer Möhre
Baby-Gequietsche vor Vergnügen beim Kuckuck spielen
Spechtgeklopfe
sanftes Vogelgezwitscher
Pfannengebrutzel
Feuergeknister im Kamin
leise Lagerfeueratmosphäre mit Geplauder
Katzengeschnurre
Regentropfen am Fenster
Kräuter hacken auf Holzbrett
Holzlöffel abklopfen am Kochtopf
Schritte im frisch gefallenen Schnee
Das Prusten vor bzw. bei einem Lachanfall
Meeresrauschen
sprudelnde Quellen und Wasserfälle
meine Ocean Drum mit den vielen kleinen rollenden Kügelchen

Quelle
Ich liebe plätschernde Wassergeräusche

schnaubende Pferdenüstern
sanfter Donner vor dem Gewitter
Sattes Plopp von Sektkorken oder Bügelflasche vom Bier
zirpende Grillen
Splash-Geräusch vom Kopfsprung ins kühle Nass
Badewasser-einlassen-Geplätscher
Geräusch, dass die Schere beim Haareschneiden macht

Meeresrauschen

Der Klassiker: Meeresrauschen mit vereinzeltem Möwengeschrei

Bestimmt fällt mir noch mehr ein in den nächsten Tagen. Als ich gerade mal bei Google versuchsweise den Begriff „Happy Sounds“ eingegeben habe, fand ich ein Youtube-Video, das einige Geräusche auflistet, die die meisten Menschen mögen. Vögel, Meeresrauschen, Sektkorken, Sprung ins Wasser – sooo originell bin ich mit meinen Vorlieben nicht …


Elena Deppe

1 Kommentar zu „Meine Happy Sounds: Geräusche, die mich glücklich machen“

  1. Eine wunderbare Geräusche-Sammlung liebe Elena! Die Vorstellung der Geräusche beim Lesen zauberte bei einigen direkt ein Lächeln auf mein Gesicht 🙂 Und ein sehr schönes Video, das Du hier teilst.
    Liebe Grüße, Bianca

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